Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Über uns

Als Forschungs- und Technologiedienstleister entwickelt das Fraunhofer IKTS moderne keramische Hochleistungswerkstoffe, industrierelevante Herstellungsverfahren sowie prototypische Bauteile und Systeme in vollständigen Fertigungslinien bis in den Pilotmaßstab. Darüber hinaus umfasst das Forschungsportfolio die Kompetenzen Werkstoffdiagnose und -prüfung. Die Prüfverfahren aus den Bereichen Akustik, Elektromagnetik, Optik, Mikroskopie und Strahltechnik tragen maßgeblich zur Qualitätssicherung von Produkten und Anlagen bei.

Ausgehend von einem umfassenden Werkstoffwissen über keramische Hochleistungswerkstoffe erstrecken sich die Entwicklungsarbeiten über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zur Prototypenfertigung. Das Fraunhofer IKTS zeichnet sich damit durch eine mehrfache Kompetenz aus: Der Dreiklang aus Werkstoff-Know-how, Fertigungstechnologien und Systemintegration wird ergänzt durch eine Werkstoff- und Prozessanalytik auf höchstem Niveau.

Der Hermsdorfer Standort des Fraunhofer IKTS entstand 2010 durch Aufnahme des Hermsdorfer Instituts für Technische Keramik in die Fraunhofer-Gesellschaft. Er fokussiert in seinen Entwicklungsarbeiten auf Anwendungen in den Bereichen stationäre Stromspeicherung, Membranen und Membrantechnik, Verfahren und Bauteile, Medizin sowie Sensoren und Mikrosysteme.

Forschungsschwerpunkte

System für die Membranprüfung.

  • Stationäre Stromspeicherung
  • Membranen und Membrantechnik
  • Verfahren und Bauteile
  • Medizintechnik
  • Sensoren und Mikrosysteme

Aktuelle Forschungsschwerpunkte adressieren Werkstoffe, Komponenten und Systeme für die Stationäre Stromspeicherung auf Basis keramischer Technologien.

Keramische Membranen für Trennverfahren von flüssigen, dampf- und gasförmigen Medien werden unter dem Forschungsschwerpunkt Membranen und Membrantechnik entwickelt. Diese kommen vor allem im Bereich der Umwelt- und Verfahrenstechnik zum Einsatz. Abwasserbehandlung, Gasaufbereitung und die Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen aus Reststoffen kann durch keramische Membranen, Filter, Adsorbenzien und Katalysatoren sicher, effizient, umwelt- und klimaschonend gestaltet werden.

Unter dem Forschungschwerpunkt Verfahren und Bauteile werden Herstellungsverfahren für Komponenten und Systeme auf Basis keramischer Hochleistungswerkstoffe entwickelt. Besondere Kompetenzen bestehen in der Entwicklung von oxidkeramischen Komponenten sowie von Silikatkeramiken für die Sensorik, Medizin und Optik. Aber auch Polymerkeramiken für die Elektrotechnik und Hochtemperaturanwendungen sowie Oberflächenveredlungsverfahren durch Plasmaspritzen für den Maschinen- und Anlagenbau bilden Forschungsinhalte in Hermsdorf.

Das Fraunhofer IKTS ist zertifiziert nach dem Medizinproduktegesetz für die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der biokeramischen Werkstoffe und Komponenten sowie der Herstellung von Halbfabrikaten für die Anwendung in der Medizintechnik. Diese werden vorwiegend in der Dentaltechnik und Endoprothetik eingesetzt, insbesondere als Knochenersatzmaterial und in biokeramischen Oberflächen- und Formkörperdesigns. Auf Basis kommerziell verfügbarer Materialien werden neue keramische Werkstoffe und Komponenten mit verbesserten und modifizierten Eigenschaften entwickelt, die den Anforderungen einer stetig alternden Gesellschaft gerecht werden.

Die Entwicklung funktionskeramischer Werkstoffe, miniaturisierter Komponenten und Systeme steht im Fokus des Forschungsschwerpunkts Sensoren und Mikrosysteme. Sowohl applikationsspezifische LTCC-Materialien auf Basis der keramischen Folientechnologie als auch magnetische und dielektrische Funktionswerkstoffe sind Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten.